Schwindung durch Trocknung

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Wie am besten sägen und was ist dabei zu beachten!
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BauerMichael
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Schwindung durch Trocknung

Beitrag von BauerMichael » 1. Feb 2018, 17:10

Hallo zusammen,

wollte mal nachfragen wie die Sägerkollegen die Schwindung handhaben. Sägt ihr auf Nennmaß und schaut dann was nach dem Trocknen rauskommt oder was haltet ihr für eine Maßhaltigkeit nach dem Trocknen vor? Selbst wenn man nachher auf Nennmaß hobelt ist es ja nicht unerheblich was man vorhält, man will ja nicht ewig Hobeln und unnötig Rohstoff verschwenden.

Holzwurm
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Re: Schwindung durch Trocknung

Beitrag von Holzwurm » 1. Feb 2018, 19:53

Hallo,
zum schwinden von Holz gibt es einige Untersuchungen und somit auch einige Aussagen.
Eine sagt Läng mit der Faser 0,3%, Radial mit den Jahresringen 3,7% und Tangential quer zu den Jahresringen 7,5.
Es hängt aber auch von der Holzart, Jahreszuwachs, Wuchs oder auch Stammdurchmesser ab. Auch die Brettbreite spielt eine Rolle.
Je breiter die Bohle oder Brett und je weiter aussen am Stamm geschnitten wird, je mehr kann sich das Holz auch verziehen.
Fast verzugs freies Holz bekommt man mit möglichst stehenden Jahresringen ( Kernbohlen / Bretter ) nehme ich für Tischplatten.
Für Brettbreiten von 15-25cm, die trocken 25mm haben sollen.
Würde ich an meiner LT15 ( Kopfrechnen ) die Schnitte alle 40mm machen, ergibt eine Brettstärke von 38mm.
Dann hast du zum Aushobeln frisch noch 6,5mm auf jeder Seite, trocken vielleicht 5mm.
Zum abrichten und aushobeln nicht viel, je nach dem, wie lang die Bretter auch sind ( Längsverformung ).
Also es kommt immer darauf an, was man machen möchte, welches Holzart habe ich, wie ist der gewachsen.
Habe ich Top Stämme ( 50cm Durchmesser, gerade ohne Äste ) kann ich knap sägen.
Habe ich kleine Durchmesser, stark verjüngend oder astige Sämme, muss ich mehr zugabe geben.
Ich selbst für mich, mache nichts mit Zugabe, da fast alles ungehobelt und frisch verwende.

Gruß Schwab

erwinson
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Säge: LT 40

Re: Schwindung durch Trocknung

Beitrag von erwinson » 4. Feb 2018, 12:25

Hallo
Der meiste Verlust entsteht meiner Meinung beim abrichten und Hobeln. Da steht mir manchmal das Wasser in den Augen, wenn ich sehe wie viel am Ende runter gehobelt wird um ein grades Brett zu bekommen. Dagegen ist das bisschen schwinden beim der Trocknung nicht so relevant.
Bei Brettern würde ich mindestens 2 cm zugeben und das kann am Ende schon knapp werden.

Roland
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Re: Schwindung durch Trocknung

Beitrag von Roland » 4. Feb 2018, 15:36

Hmm, 2cm?? Und das bei Brettern??? Also du solltest das Sägeband vieleicht mal andersrum auflegen....

Holzwurm
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Re: Schwindung durch Trocknung

Beitrag von Holzwurm » 4. Feb 2018, 21:13

Hallo,
2cm kann passieren, breites Randbrett, wölbt sich schon. Die Jahresringe wollen sich beim trocknen ja gerate stellen.
Oder das Holz hat sich in der Länge so verzogen, das er soviel abrichten muss.
Bei Bohlen ( ab 4cm Stärke ),finde ich, ist das verziehen nicht so stark als bei dünnen Brettern.

Andy
Beiträge: 6
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Säge: LT15

Re: Schwindung durch Trocknung

Beitrag von Andy » 21. Mai 2018, 19:40

Ich schneide bei Kanthölzern ca. 1,5 cm mehr, also wenn ich 120 x 120 mm Balken haben will, dann schneide ich die 135 x 135 mm, völlig ausreichend. Es gibt ne Formel, wie man das berechnen kann

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